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Oszillographie

Die mechanische und elektronische Oszillographie beruhen auf der Erfassung von Volumenschwankungen der Extremitätenabschnitte, die durch die arterielle Pulswelle verursacht werden. Direkte Rückschlüsse auf die Durchblutung sind also nicht möglich, da die Pulswelle weitgehend unabhängig von der Blutströmung verläuft. Die Höhe der Pulswellen wird von zahlreichen Faktoren beeinflußt, so daß verbindliche Normalwerte nicht angegeben werden können. Die höchsten Ausschläge (oszillographischer Index) erhält man bei einem Manschettendruck, der in etwa dem mittleren Druck der umschlossenen Arterie entspricht. Mit der elektronischen Oszillographie ist auch eine Registrierung der Pulswelle an den Zehen und Fingern durchführbar.

Da die Absolutwerte der Amplitudenhöhe von geringer Aussagekraft sind, erfolgt die Beurteilung des Oszillogramms im Seitenvergleich.

Die Meßstellen für die mechanische Oszillographie an den Beinen sind: der distale Oberschenkel, der stärkste Wadenumfang, die Knöchelregion und der Fußrücken; an den Armen: der Oberarm, Unterarm und die Handwurzel.

Mit der elektronischen Oszillographie ist wegen der besseren Verstärkung eine orientierende Untersuchung über Großzehe oder Daumen ausreichend. Zur Verschlußhöhenbestimmung kann dann anschließend die elektronische Segmentoszillographie durchgeführt werden.

Aussagekraft der Oszillographie bei Durchblutungsstörungen

Hinweise für eine Verschlußkrankheit sind die Abnahme der absoluten Amplitudenhöhe, eine Amplitudenminderung im Seitenvergleich und eine Verschiebung des Amplitudenmaximums in wenigstens 2 Druckstufen nach unten beim Längsseitenvergleich.
Bessere Aussagen können mit der elektronischen Oszillographie auf Grund der größeren Verstärkung getroffen werden. Die Bedeutung der Oszillographie ist heutzutage vorwiegend in der Dokumentation und Bestätigung des Pulstastbefundes zu sehen.

 

 

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Stand: 28. Mai 2000