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MR-Angiographie -
Gefäßdarstellung mit der Kernspintomographie - Magnetresonanz
Der menschliche Körper besteht zu 90 Prozent aus Wasser, Wasserstoffatome reagieren auf
Magnetfelder, dieses Phänomen macht man sich bei der Magnetresonanztomographie
(Kernspintomographie) zunutze. Die Grundlage dafür ist ein elektromagnetisches Feld, das
bisweilen 30.000 mal stärker ist als jenes der Erde.
Eine Sendespule und Hochfrequenz-Radiowellen sind nötig, um die Reaktion des Körpers auf
das Auftreffen der Wellen mit speziellen Antennen zu messen. Aus diesen Signalen werden
vom Computer Schnittbilder errechnet und dargestellt. Das sichere Verfahren der MR
bedeutet belastungsfreie, exakte Untersuchung für alle Patienten - auch Schwerstkranke.
Ohne den Patienten zu bewegen, entstehen dreidimensionale Bilder durch den ganzen Körper
ohne Kontrastmittel, Katheter, Röntgenstrahlen. Durch Bildgebung, die in nur Bruchteilen
einer Sekunde übertragen wird, ist es möglich, Darstellungen vom schlagenden Herzen zu
erhalten.
Die Ärzte können verengte Gefäße aufspüren, sehen, ob Blutgerinnsel oder Verletzungen
vorhanden sind. Bewegungsanalysen von Gelenken und damit zusammenhängenden Bändern,
Gelenksflächen, Sehnen werden gemacht, was nicht nur Patienten mir Haltungsschäden,
sondern auch Sportler zu schätzen wissen. Offene Systeme bzw. kurze Magnetröhren eignen
sich besonders für ängstliche, unter Platzangst leidende Menschen und Kinder.
Ohne Röntgenstrahlen können viele Gefäße auch mit der Kernspintomographie dargestellt
werden. Die anatomischen Strukturen können bereits sehr gut wiedergegeben werden,
Probleme bereiten immer noch Gefäßkrümmungen und sehr kleine Gefäße. Für einige
Gefäßregionen (z.B.Nierengefäße) ist die Qualität mit neuesten Geräten bereits heute
der Angiographie ebenbürtig. Dieses Verfahren steht aber bei weitem noch nicht an allen
Krankenhäusern und radiologischen Praxen zur Verfügung. |