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Mal Perforans |
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Ein Geschwür (Ulcus) oder eine
Hornschwiele an der Fußsohle oder den Zehen kann auch ohne wesentliche
Durchblutungsstörungen auftreten, dann wird die Diagnose eines Mal perforans gestellt.
Die entsprechenden Hautveränderungen an den Füßen sind Folge von Nervenschäden und
Nervenfunktionsstörungen, häufigste Ursache ist die Zuckerkrankheit. Sie können aber
auch aufgrund von Medikamenten, übermäßigem Alkoholgenuß oder Vitaminmangel entstanden
sein. In manchen Fällen finden sich gar keine Ursache für die Nervenschäden.
Durch die Nervenschäden und die damit verbundenen Störungen des Gefühls der Haut kommt
es zu Fehlbelastungen des Fußes. An den Stellen, die beim Laufen besonders stark belastet
werden (Fußballen, Zehenspitzen und Ferse) kommt es zunächst zur Ausbildung von
Schwielenbildung durch Verhornung. Durch die Gefühlsstörung an den Füßen fehlt die
Empfindung für Schmerzen bei Druck, Scheuern oder Verletzung, so daß kleine Verletzungen
nicht auffallen und das Warnsignal Schmerz fehlt. Aus Hornschwielen kann sich ein
schmerzloser Hautdefekt in Form eines Geschwürs bilden, welches man Mal perforans nennt.
Wird ein solches Malum perforans nicht rechtzeitig behandelt, kann ein Geschwür
entstehen, das unter Umständen bis auf den Knochen reicht. Infektionen dieses Geschwürs
verschlimmern die Situation teilweise dramatisch in sehr kurzer Zeit. In der Regel heilt
das Mal perforans ohne Behandlung nicht ab und kann besonders beim Vorliegen eines
Diabetes mellitus durch eine eingeschränkte Durchblutung der Hautgefäße verstärkt
werden. |
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