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Gerinnungshemmung und Nahrung - nicht zu viel und nicht zu wenig

DIe gerinnungshemmende Wirkung von Heparin ist von der Nahrung unabhängig. Ganz anders ist das bei der Behandlung mit Kumarinen (z.B. Marcumar). Die Wirkung von Kumarinen kann durch eine hohe Aufnahme von Vitamin K- haltigen Lebensmitteln über die Nahrung abgeschwächt, im Extremfall sogar aufgehoben werden. Deshalb sollte eine Nahrungsaufnahme großer Mengen von Vitamin K über die Nahrung vermieden werden. Es ist aber nicht sinnvoll, eine "Kumarin-Diät" einzuhalten und die Vitamin-K-Aufnahme so gering wie möglich zu halten. Allerdings sollten Sie mit grünem Gemüse maßvoll umgehen, denn es ist besonders reich an Vitamin K und schwächt somit die Wirkung von Antikoagulantien ab. Sinnvoller und empfehlenswert ist vielmehr eine Dosisanpassung der Tabletten an die Ernährungsgewohnheiten. Auch Alkohol in Maßen stellt kein Problem dar. Allerdings beeinflussen größere Mengen Alkohol schon die Blutgerinnung. Vielleicht vermeiden SIe aber starke Schwankungen der Eßgewohnheiten, Diäten zur Gewichtsverminderung sollten ebenfalls mit Ihrem Arzt vorher abgesprochen werden. Einige Lebensmittel mit sehr unterschiedlichem Vitamin-K-Gehalt sind in der nächsten Tabelle aufgeführt:

So haben praktisch alle Kohlarten, Spinat, Bohnen, Sauerkraut, Schweinefleisch, fettes Rindfleisch und alle Innereien (Leber und Niere von Schwein und Rind) einen hohen Vitamin-K-Gehalt (mehr als 0,1 mg/100g).

Niedrig ist der Vitamin K-Gehalt, wenn er unter 0,01 mg/100g liegt. Beispiele sind Milch und Tomaten.

Lebensmittel mit niedrigem Vitamin-K-Gehalt ( unter 0,01 mg pro 100 g)
Tomaten 0,008
Kuhmilch 0,004
Lebensmittel mit mittlerem Vitamin-K-Gehalt (0,01 -0,1 mg pro 100 g)
Erdbeeren 0,01
Bohnen (jung, grün) 0,02
Pilze 0,02
Weizen, Korn 0,02
Honig 0,025
Schweineleber 0,03
Erbsen (jung, grün) 0,04
Spargel 0,04
Mais, Korn 0,04
Vollei (pro Ei von ca. 50g) 0,05
Kartoffeln 0,05
Hafer, Korn 0,05
Maiskeimöl 0,05
Karotten 0,08
Weizen, Kleie 0,08
Lebensmittel mit hohem Vitamin-K-Gehalt (über 0,1 mg pro 100 g)
Leber (Dorsch, Kabeljau) 0,1
Broccoli 0,13
Kalbsleber 0,15
Muskelfleisch (Rind, Schwein, Schaf) 0,2
Kohl 0,2
Kopfsalat 0,2
Sojabohnen 0,2
Brathuhn 0,3
Rindsleber 0,3
Blumenkohl 0,3
Rotkraut 0,3
Weizen, Keime 0,35
Spinat 0,4
Sonnenblumenöl 0,5
Hühnerleber 0,6
Rosenkohl 0,6
Sauerkraut 1,54

 

 

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Stand: 07. Februar 2000