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Physiotherapeutische Maßnahmen Physiotherapeutische Maßnahmen, z. B. Wechselbäder,
Ganzkörpermoorbäder, Thermalbäder über 28° C, kalte Güsse, wie auch örtliche
Überwärmung durch Einreiben mit Essenzen oder medizinische Fußbäder sind bei
arterieller Verschlußkrankheit zu unterlassen.
Bei erweiterungsfähigen Gefäßgebieten führen diese Maßnahmen zu einer
Mehrdurchblutung der Haut. Es ist eine regionale Blutumverteilungsstörung zu ungunsten
tiefer gelegener Gewebeschichten (Steal-Phänomen) zu befürchten. Ist die
Erweiterungsfähigkeit der Hautarterien erschöpft häufig Stadium III oder IV
einer Durchblutungsstörung - , so kann durch Wechselbäder und die örtliche Weitstellung
zwar der regionale Zellstoffwechsel gesteigert, die Blutzufuhr aber nicht in adäquater
Form erhöht werden. So entsteht die Gefahr von Gewebeuntergang (Nekrosen), insbesondere
wenn begleitende Nervenschädigungen bestehen (Polyneuropathie).
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