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Vorsorge ist fast alles!
Lokalmaßnahmen
Von oftmals entscheidender Bedeutung für den Erhalt eines durchblutungsgestörten Beines
sind neben der notwendigen Fußpflege sowie der Fettung der spröden und rissigen Haut
weitere lokale Maßnahmen.
Besonders ist auf geeignetes Schuhwerk zu achten. Die Schuhe müssen bequem sein, um
Druckstellen und damit Ausgangspunkte für Problemstellen am Fuß oder den Zehen zu
vermeiden. Zur guten Belüftung und Temperaturregulierung empfehlen sich im Sommer Schuhe
mit Ledersohlen, im Winter wasserdichte, pelzgefütterte Schuhe. Damit wird einer
übermäßigen Fußschweißbildung und der besonders gefährlichen Unterkühlung
durchblutungsgestörter Extremitäten vorgebeugt.
Die Nägel dürfen nicht zu kurz geschnitten werden, da die Verletzungsgefahr des
Nagelbettes durch die Nagelschere oder -feile besteht. Erfahrungsgemäß können bei der
Verschlußkrankheit über solche banalen Verletzungen sehr schnell Infektionen mit
entsprechender Amputationsgefahr der durchblutungsgestörten Extremität auftreten.
Gleiches gilt natürlich auch für chirurgische Eingriffe an der durchblutungsgestörten
Extremität und in besonderem Maße für den Fuß. Vor allem sind Zehennagelentfernungen,
Hornhautabtragung u. ä. zu vermeiden. Bei starker Verhornung ist eine vorsichtige
Aufweichung mit Acetylsalicylvaseline und anschließende Fettung der Haut sinnvoll.
Zehennagelentfernungen können medikamentös vorgenommen werden. Im Zweifelsfall sollte
bei nicht mehr tastbaren Fußpulsen immer eine angiologische Abklärung vorangehen und
eine weitere Behandlung durch den Erfahrenen erfolgen. |
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