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Spasmus der Gefäße
Eine bereits vorbestehende Verminderung des  Drucks entweder durch Verminderung des Gefäßinnendrucks oder durch Erhöhung des Gewebedrucks. In diesen Fällen reicht bereits eine normale Steigerung der Gefäßspannung aus, um funktionell einen Fingerarterienverschluss zu verursachen. Eine Digitus-mortus-Symptomatik (Raynaud-Phänomen) ist somit zunächst als symptomatisch aufzufassen. Diagnostisch ist die Suche nach einer Grundkrankheit geboten.

Eine weitere Neigung zu Gefäßspasmen ist bei erhöhter sympathischer Aktivität (hoher Gefäßnerventonus) gegeben. Sie kann ohne fassbare Ursache sozusagen konstitutionell bestehen (meist "vegetativ labile" Jugendliche und Frauen) oder aber Folge einer mechanischen Erregung von Nerven (Ischiassyndrom, neurovaskuläre Kompressionssyndrome etc.) bzw. einer Nervenerkrankung selbst sein. Funktionelle Störungen haben abgesehen von der Schmerzhaftigkeit im Zustand der Gefäßspastik keine weiteren Folgen. Ein Untergang von Gewebe ist wegen der kurzen Dauer (Minuten) der Querschnittsverminderung nicht zu erwarten, sondern nur bei gleichzeitig bestehenden Fingerarterienverschlüssen.

 

 

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Stand: 30. Juli 2000